NEUMÜNSTER – Wer in diesen Tagen das Bürgerbüro in Neumünster aufsuchen möchte, steht vor verschlossenen Türen. Während der Service für zwei Tage eingestellt wird, ist der Grund dafür technischer Natur, die Ursache jedoch politisch: Die Gemeinde Bönebüttel hat Neumünster zum 1. Januar 2026 offiziell verlassen. Für die Junge Union (JU) Neumünster ist dieser Bruch das Ergebnis einer gescheiterten Verwaltungspolitik unter Oberbürgermeister Tobias Bergmann (SPD).
Die Kündigung der Verwaltungsgemeinschaft durch Bönebüttel kam nicht aus heiterem Himmel. Sie wurde unter anderem mit dem Wunsch nach besserem Service und einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe begründet. Attribute, die man bei der derzeitigen Rathausspitze bisweilen vermisst.
Der Kreisvorsitzende der Jungen Union Neumünster, Malte Stötera, kritisiert die Entwicklung deutlich:
„Wenn eine Umlandgemeinde die Flucht ergreift, weil sie sich in der Zusammenarbeit mit Neumünster nicht mehr wertgeschätzt fühlt, dann hat die Verwaltungsspitze ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Tobias Bergmann hat es versäumt, Neumünster als modernen, verlässlichen Dienstleister und Partner in der Region zu positionieren.“
Die Abkehr Bönebüttels verdeutlicht aus Sicht der JU die strukturellen Defizite einer Verwaltung, die sich konsequenter an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger ausrichten sollte. „Wir brauchen eine Verwaltung, die sich als moderner Dienstleister versteht – mit volldigitalen Prozessen statt geschlossenen Türen“, so Stötera abschließend.


